Das Miteinander der Generationen

Das Miteinander der Generationen


Wenn die Großeltern nerven

Großeltern werden ist mindestens so schön, wie Eltern werden. Die Freude über die Ankunft eines Enkelkindes ist riesig, vor allem dann, wenn man kaum noch mit Nachwuchs bei den Kindern gerechnet hat und es sich um das erste Enkelkind in der Familie handelt. Die Beziehung zwischen Großeltern und frischgebackenen Eltern kommt durch ein Baby erfreulich neu in Schwung, da es jetzt ein gemeinsames neues Thema gibt: Ein süßes Baby, über das sich jeder freut und das jeden zum Schmunzeln bringt.

Aber nicht immer sind die erwachsenen Kinder so glücklich über das Ausmaß an Interesse, das ihnen zu Teil wird. Sie fühlen sich mit ungebetenen Ratschlägen überhäuft und die Geschenke zur Geburt oder auch zu späteren Familienfesten treffen nicht immer den Geschmack der Eltern.

Auf der anderen Seite sind sich die jungen Eltern sehr bewusst, dass sie die Unterstützung der Großeltern brauchen. Schließlich sind sie häufig die zuverlässigsten und vertrauenswürdigsten Babysitter, vor allem wenn sie in der Nähe wohnen. Und aus der eigenen Erfahrung weiß man, wie schön und wichtig der Kontakt zu Oma und Opa sein kann. Das möchte man den eigenen Kindern auf jeden Fall erhalten.

Wie kann man also diesen Balanceakt zwischen Nähe und Distanz mit den Eltern und Schwiegereltern gehen und zu einem entspannten Verhältnis miteinander kommen?

Wie sonst auch, ist es wichtig miteinander im Gespräch zu bleiben und die Konfliktpunkte freundlich und klar in einem entspannten Moment anzusprechen.
Hier ein paar Tipps für das Gespräch mit Ihren Eltern:
  • Sagen Sie offen und ganz konkret, welche Art von Unterstützung Sie sich von den Großeltern wünschen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn du es einrichten könntest, einmal in der Woche zwei Stunden mit Luise spazieren zu gehen.
  • Auch im Gespräch mit Ihren Eltern gilt: Kritik kommt am besten an, wenn es eingebettet ist in Wertschätzung. (Die Sandwichregel: Wertschätzung - Kritik - Wertschätzung.)
  • Vielleicht ist es Ihren Eltern gar nicht bewusst, dass Sie sich verunsichert und von ihnen kritisiert fühlen. Hier könnte ein Hinweis hilfreich sein: "Es würde uns gut tun, wenn ihr uns zutraut, dass wir das schon schaffen."
  • Auf Seiten der Großeltern herrscht ebenfalls häufig Unsicherheit wie viel Kontakt erwünscht ist. Wer will seinen Kindern schon auf die Nerven gehen? Sagen Sie Ihren Eltern, was Sie sich diesbezüglich von ihnen wünschen z.B. "Gern würden wir einmal in der Woche mit euch telefonieren." "Gern würden wir uns bei euch melden, da wir viel unterwegs sind. Wann passt es denn bei euch am besten?" Auf diese Art und Weise können Sie den Kontakt steuern und fühlen sich nicht so sehr als "Opfer" von zu viel Aufmerksamkeit.


Bildnachweis: © Angelina S........ / Pixelio www.pixelio.de


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